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When to Use
Immer wenn eingegangene Antraege auf die Aufstiegspraemie des Landes Hessen (umgangssprachlich Meisterpraemie) geprueft werden sollen — ausgeloest durch /aufstiegspraemie, /aufstieg oder frei formuliert: "pruef mir die letzten Meisterpraemien-Antraege", "ist der Antrag von Frau X vollstaendig?", "hier sind die Unterlagen aus der Mail, pruef das mal", "hat der Anspruch auf die Praemie?".
Es gibt zwei gleichwertige Einstiege: Unterlagen liegen als Upload im Chat, oder sie muessen aus dem Mail-Postfach geholt werden. Beide fuehren durch dieselbe Pruefung.
NICHT verwenden fuer: Aufstiegs-BAfoeG (Formblatt M, Materialkosten, Unterhaltsbeitrag), Pruefungsanmeldungen, Zeugnisanforderungen, Lehrgangsgebuehren. Das sind andere Verfahren mit aehnlichem Wortschatz — siehe references/dokumentklassen.md, Abschnitt "Negativabgrenzung".
Procedure
- Die verbindlichen Pruefkriterien K1–K10 und die Ampelregel stehen unten in diesem Skill unter "Pruefkriterien" — arbeite ausschliesslich damit. Kein Werkzeugaufruf noetig. Vertiefende Referenzen (
references/dokumentklassen.md,references/fallakte.schema.json,references/pruefbericht-vorlage.md) kannst du bei Bedarf mitmanage_skillsactionview_refnachladen; sind sie nicht verfuegbar, arbeitest du mit den Regeln unten weiter — das ist kein Grund, die Pruefung abzubrechen. Suche sie NIE mitglob,grep,read_fileoderget_workspaceim Dateisystem. - Quelle bestimmen: Liegen Dateien in der aktuellen Nachricht (Upload)? Dann gilt der Upload-Weg ab Schritt 3, und das Postfach wird nicht angefasst — auch dann nicht, wenn im Auftragstext das Wort Postfach oder Mail vorkommt; die Unterlagen sind ja schon da. Nur wenn KEINE Dateien anhaengen, geht es ueber den Postfach-Weg ab Schritt 4. Im Zweifel kurz mit
ask_userfragen, statt zu raten. - UPLOAD-WEG: Alle angehaengten Dateien erfassen. Inhalte stehen oft schon in der Nachricht; ist eine Datei als gekuerzt oder ausgelassen markiert, ihren Pfad mit
read_filenachlesen. Bilder und Scans ueber Vision auswerten. Keine Datei ueberspringen, auch keine scheinbar irrelevante. Dann weiter bei Schritt 7. - POSTFACH-WEG:
list_email_accounts. Bei mehreren Konten das Funktionspostfach der Pruefungsabteilung nehmen; wenn nicht eindeutig, mitask_userfragen. Steht kein Mail-Werkzeug bereit, sag das klar und bitte um Upload der Unterlagen — nicht so tun, als waere das Postfach leer. - Antraege finden:
list_emails(INBOX,max_resultsnach Auftrag, sonst 20). Betreff und Absender auf Aufstiegspraemie/Meisterpraemie/Praemie/Antrag pruefen. Fehlt eine Zeitangabe, nimm die letzten 30 Tage und sag, welchen Zeitraum du genommen hast. Trefferliste zeigen und bestaetigen lassen, welche Faelle geprueft werden. - Je Fall die Mail mit
read_emailoeffnen (UID aus Schritt 5, niemals eine Zeilennummer als UID) und jeden Anhang mitdownload_attachment(UID + Index) auf Platte holen und lesen. - Eingangsdatum festlegen — es ist der Fristmassstab, nicht das heutige Datum. Postfach-Weg: Datum der Mail. Upload-Weg: es gibt kein belastbares Eingangsdatum aus der Datei; frage mit
ask_usernach dem Datum, an dem der Antrag bei der Kammer eingegangen ist, und vermerke im Bericht, woher der Wert stammt. Rate hier nie und nimm nicht stillschweigend "heute". - Jeden Anhang genau einer Dokumentklasse zuordnen (
references/dokumentklassen.md). Ein Teil-Ergebnisbescheid ist niemals das vollstaendige Meisterpruefungszeugnis. - Pflichtfelder extrahieren und je Feld Wert, Quelldatei, Fundstelle, Methode (Text/OCR/Vision) und Confidence festhalten. Unlesbares wird
unklar, niemals geraten oder aus dem Kontext ergaenzt. - Die zehn Pruefkriterien aus
references/pruefregeln-hessen.mdeinzeln durchgehen und jedes mit erfuellt / nicht erfuellt / unklar plus Beleg bewerten. Frist aus Zeugnisdatum und Eingangsdatum rechnen. - Gesamtampel nach der Regel in den Pruefregeln bilden (gruen / gelb / rot) und bei gelb zwischen "Nachforderung" und "Klaerung" unterscheiden.
- Fallakte nach dem Muster von
references/fallakte.schema.jsonerzeugen und immer als JSON-Block direkt im Chat ausgeben. Zusaetzlich mitwrite_fileunterdata/personal_docs/aufstiegspraemie/<eingangsdatum>_<nachname>.jsonablegen, WENN das ohne Rueckfrage moeglich ist; verlangt das Werkzeug eine Freigabe oder fehlt es, dann bleibt es bei der Ausgabe im Chat und du vermerkst das. Steuer-ID und IBAN in der Fallakte vollstaendig, in allen anderen Ausgaben maskiert. - Pruefbericht nach
references/pruefbericht-vorlage.mdim Chat ausgeben — beginnend mit einer ZeileAMPEL: GRUENbzw.AMPEL: GELBoderAMPEL: ROT, dahinter der tragende Grund in einem Satz. Diese Zeile steht immer, auch wenn sonst etwas fehlt. Optional zusaetzlich als Dokument (create_document), wenn das ohne Rueckfrage geht. - Antwortentwurf (Zusage, Nachforderung oder Absage) nur als Entwurf erzeugen und ausdruecklich zur Freigabe vorlegen. Ohne woertliche Freigabe der Sachbearbeitung wird nichts gesendet.
Pitfalls
- Versand ohne Freigabe:
send_emailundreply_to_emailsind in diesem Vorgang gesperrt, bis der Mensch der konkreten Nachricht ausdruecklich zustimmt. Eine Zustimmung zum Bericht ist keine Zustimmung zum Versand. - Teilbescheid als Zeugnis verbuchen: Bescheide ueber Teil I–IV einzeln belegen nur diesen Teil. Nur das vollstaendige Meisterpruefungszeugnis (alle vier Teile bzw. Gesamtabschluss) ist der Anspruchsnachweis. Liegen nur Teilbescheide vor, ist der Fall gelb mit Nachforderung, nie gruen.
- Frist am falschen Datum rechnen: Massstab ist das Eingangsdatum bei der Kammer gegen das Datum des Pruefungszeugnisses — nicht das heutige Datum und nicht das Pruefungsdatum (Bestehen und Zeugnisausstellung liegen auseinander).
- Beim Upload-Weg das Eingangsdatum erfinden: aus einer hochgeladenen Datei laesst sich nicht ablesen, wann der Antrag bei der Kammer ankam. Dateidatum, Scandatum und Zeugnisdatum sind alle NICHT das Eingangsdatum. Nachfragen und die Herkunft des Werts im Bericht vermerken.
- Verwechslung mit Aufstiegs-BAfoeG: Formblatt M, Materialkosten und Unterhaltsbeitraege sind ein anderes Verfahren. Klassifiziere ueber Formulartitel, Aussteller und Vorgangskontext, nie ueber einzelne Stichworte wie "Meister" oder "Pruefung".
- Schlechter Scan: gedreht, halb abgeschnitten, ueberbelichtet — dann Feld als
unklarmarkieren und gezielt nachfordern. Ein plausibel klingender, aber geratener Wert ist der teuerste Fehler in diesem Vorgang. - Widersprechende Quellen (Name, Datum, Handwerk weichen zwischen Antrag und Zeugnis ab): beide Werte nebeneinander ausweisen und als Konflikt melden, niemals still den einen durch den anderen ersetzen.
- Namensabweichungen sind nicht automatisch ein Betrugsverdacht: Heirat, Doppelnamen, fehlende Umlaute im Scan. Als Klaerungspunkt melden, nicht als Ablehnungsgrund.
- Personendaten in Nebenausgaben: Steuer-ID, IBAN und Geburtsdatum werden in Chat, Bericht, Betreffzeilen und Logs maskiert (Regel in den Pruefregeln, Abschnitt "Datenschutz").
- Rot heisst Vorschlag, nicht Bescheid: eine rote Ampel erzeugt einen Absage-Entwurf zur Pruefung. Die Entscheidung trifft die Sachbearbeitung.
- Kein Dateizugriff in der Sitzung (
write_filenicht verfuegbar): dann die Fallakte als JSON in ein Dokument schreiben (create_document, languagejson) und im Bericht vermerken, dass sie nicht auf der Platte liegt. Den Prueflauf deswegen nicht abbrechen und die Fallakte nicht weglassen — ohne Fallakte gibt es keinen Audit-Nachweis.
Verification
- Jedes der zehn Pruefkriterien hat im Bericht ein Ergebnis und mindestens einen Beleg mit Quelldatei; kein Kriterium bleibt unbeantwortet.
- Jeder extrahierte Wert laesst sich auf eine konkrete Datei zurueckfuehren; kein Feld ohne Quelle.
- Fristrechnung im Bericht nachvollziehbar ausgeschrieben: Zeugnisdatum, Eingangsdatum (mit Herkunft), Fristende, verbleibende Tage.
- Die Ampel folgt der Regel aus den Pruefregeln und widerspricht keinem Einzelkriterium (kein Gruen bei einem unklaren Pflichtfeld).
- Fallakte liegt als JSON vor und ist gegen das Schema gueltig; im Chat und Bericht sind Steuer-ID und IBAN maskiert.
- Es wurde nichts gesendet: keine
send_email- oderreply_to_email-Ausfuehrung ohne protokollierte Freigabe.
Diese Prozedur bereitet eine Entscheidung vor, sie trifft keine. Artikel 22 DSGVO verbietet die ausschliesslich automatisierte Entscheidung ueber einen Foerderanspruch; die menschliche Freigabe ist deshalb kein Hoeflichkeitsschritt, sondern die rechtliche Grundlage des ganzen Vorgangs.
Pruefkriterien
Rechtsgrundlage: Richtlinie des Landes Hessen zur Foerderung beruflicher Bildung, Teil I Nr. 3 Aufstiegspraemie, Staatsanzeiger Nr. 16 vom 13. April 2026, S. 382. Foerderbetrag 3.500 EUR pro Person und Abschluss. Zustaendig: Handwerkskammer Wiesbaden, Abteilung Meister- und Fortbildungspruefungen, meisterpruefung@hwk-wiesbaden.de.
Jedes Kriterium einzeln mit erfuellt / nicht erfuellt / unklar und Beleg bewerten.
- K1 DQR-Niveau 6 oder 7. Gefoerdert werden oeffentlich-rechtliche Fortbildungspruefungen nach BBiG oder HwO auf DQR-Stufe 6 oder 7. Die Meisterpruefung im Handwerk ist Stufe 6; das steht meist auf dem Zeugnis ("Deutschen und Europaeischen Qualifikationsrahmen dem Niveau 6 zugeordnet"). Steht kein Niveau darauf:
unklar, nicht automatisch erfuellt. Eine Gesellenpruefung (Niveau 4) erfuellt K1 nicht. - K2 Kein Ausschlusstatbestand. Nicht gefoerdert: landesrechtlich geregelte fachschulische Fortbildungspruefungen (z. B. staatlich gepruefte(r) Techniker(in) nach Landesrecht) sowie Pruefungen vor zustaendigen Stellen im Bereich des oeffentlichen Dienstes.
- K3 Bestanden und vor der zustaendigen Stelle abgelegt. Pruefung muss vor der fachlich und oertlich zustaendigen Stelle in Deutschland abgelegt und von dieser ein Pruefungszeugnis ausgestellt worden sein. Widerspricht eine Note dem Wort "bestanden" (z. B. ein Teil mit 5,0 oder schlechter = mangelhaft/ungenuegend), ist das ein Konflikt: beide Befunde ausweisen, K3 auf
nicht erfuelltsetzen und den Widerspruch ausdruecklich melden. - K4 Vollstaendiges Pruefungszeugnis liegt bei. Beizufuegen ist eine Kopie des Pruefungszeugnisses. Teil-Ergebnisbescheide ueber Teil I, II, III oder IV belegen jeweils nur diesen Teil und sind nie der Anspruchsnachweis. Liegen nur Teilbescheide oder ein falsches Zeugnis vor:
nicht erfuellt, Nachforderung. - K5 Dreimonatsfrist. Der Antrag ist innerhalb von drei Monaten ab dem Datum des Pruefungszeugnisses einzureichen; es gilt das Eingangsdatum bei der Begleitstelle. Rechenweg: Zeugnisdatum (nicht das Pruefungsdatum — die beiden unterscheiden sich regelmaessig) plus drei Monate, gleicher Kalendertag. Gegen das Eingangsdatum halten (Mail-Eingang bzw. genannter Eingang), nie gegen das heutige Datum. Immer ausschreiben: Zeugnisdatum, Eingangsdatum, Fristende, verbleibende oder ueberschrittene Tage. Weniger als 14 Tage Restfrist im Bericht hervorheben.
- K6 Hessen-Bezug — drei Fallgruppen. (A) Pruefung in Hessen abgelegt: Hauptwohnsitz oder Hauptbeschaeftigungsort muss zum Zeitpunkt der Pruefungsanmeldung oder der Feststellung des Pruefungsergebnisses in Hessen liegen; eine der vier Kombinationen genuegt. (B) Pruefung in einem anderen Bundesland, weil sie im betreffenden Jahr in Hessen nicht abgenommen wurde: gleiche Regel wie A. (C) Pruefung in einem anderen Bundesland, obwohl sie im betreffenden Jahr auch in Hessen abgenommen wurde: dann muessen sowohl Wohnsitz als auch Beschaeftigungsort in Hessen liegen. Bei auswaertigem Pruefungsort zuerst klaeren, ob B oder C vorliegt; geht das aus den Unterlagen nicht hervor, ist K6
unklar. - K7 Selbsterklaerung Wohn- und Beschaeftigungsort. Der Antrag muss die Selbsterklaerung zu beiden Zeitpunkten (Pruefungsanmeldung und Ergebnisfeststellung) enthalten. Leere Bloecke sind ein echter Mangel, kein Formfehler.
- K8 Einmaligkeitsbestaetigung. "Ich bestaetige, dass ich fuer die o. g. Aufstiegsfortbildungspruefung noch keine Aufstiegspraemie erhalten habe." Fehlt sie oder ist sie nicht angekreuzt: nachfordern. Eine Dublettenpruefung gegen frueher bewilligte Faelle ist von hier aus nicht moeglich — als Hinweis ausgeben.
- K9 Pflichtfelder und Zahlungsdaten. Name, Vorname, Anschrift, Geburtsdatum und -ort, Telefon, E-Mail, Abschlussbezeichnung, Datum des Pruefungszeugnisses, Firma/Arbeitgeber mit Anschrift, Wohnanschrift, Kontoinhaber, Institut, IBAN, BIC, Steuer-Identifikationsnummer. Jedes fehlende oder unleserliche Feld einzeln benennen — ein pauschales "unvollstaendig" ist fuer die Nachforderung wertlos.
- K10 Unterschrift. Ort, Datum und eigenhaendige Unterschrift der antragstellenden Person. Ohne Unterschrift ist der Antrag nicht bewilligungsfaehig.
Ampelregel
ROT — Vorschlag Absage. Nur wenn ein Ausschluss belegt ist: Pruefung nachweislich nicht bestanden (K3) · Frist nachweislich ueberschritten (K5) · Ausschlusstatbestand nach K2 belegt · Hessen-Bezug nachweislich nicht gegeben (K6, z. B. Wohnsitz und Beschaeftigungsort liegen laut Antrag ausserhalb Hessens) · der nachgewiesene Abschluss liegt belegt unter DQR 6 und es ist klar, dass kein hoeherer Abschluss gemeint ist.
GELB — Vorschlag Nachforderung oder Klaerung. Alles, was fehlt, unklar oder widerspruechlich ist, ohne dass der Anspruch widerlegt waere. Dazu gehoert ausdruecklich auch das falsche oder unvollstaendige Dokument (Teilbescheid statt Gesamtzeugnis, Gesellen- statt Meisterzeugnis, Blankoformular): wer das falsche Blatt einreicht, bekommt keine Absage, sondern eine Nachforderung. Zwei Unterarten, weil daraus zwei verschiedene Schreiben werden: Gelb/Nachforderung — es fehlt etwas Benennbares (Zeugnis, Unterschrift, IBAN). Gelb/Klaerung — die Unterlagen widersprechen sich oder die Rechtslage ist im Einzelfall offen (Namensabweichung, Fallgruppe B/C bei K6, Fristende am Wochenende).
GRUEN — Vorschlag Zusage. Alle zehn Kriterien erfuellt, jedes mit Beleg, kein Feld unklar,
keine widerspruechlichen Quellen, Frist gewahrt.
Vorrangregel: ein belegtes rotes Kriterium schlaegt jede Zahl gruener Kriterien; ein einzelnes unklares Kriterium verhindert Gruen. Es gibt kein "ueberwiegend gruen".
Belege, Confidence, Datenschutz
Jeder extrahierte Wert bekommt Quelldatei, Fundstelle, Methode (text | ocr | vision |
manuell) und Confidence 0–1. Unter 0,75 gilt das Feld als unklar. Widersprechen sich zwei
Quellen, werden beide Werte mit Quelle ausgewiesen und der Fall als Konflikt markiert — nie
still einen Wert bevorzugen. Was nicht in einem Dokument steht, wird nicht ergaenzt.
In allen sichtbaren Ausgaben maskieren: Steuer-ID 12 345 678 ***, IBAN
DE** **** **** **** **12 34, Geburtsdatum **.**.JJJJ. Vollstaendig nur in der Fallakte.
Nicht geprueft werden koennen: Dublette gegen frueher bewilligte Faelle, Echtheit der Zeugnisse, Verfuegbarkeit der Haushaltsmittel. Die Aufstiegspraemie ist eine freiwillige Leistung des Landes unter Haushaltsvorbehalt; ein Rechtsanspruch besteht nicht — das gehoert in jeden Zusage-Entwurf.